Herzlich willkommen im Regionalpark

Barnimer Feldmark

 

Die Parks der Barnimer Feldmark

Der Blumberger Lenné-Park

 

Schloss_Blumberg_hist_kl.jpgGraf Friedrich Ludwig von Arnim erwarb Schloss und Gut Blumberg von den Goldbecks im Jahre 1836. Er beabsichtigte, seinen neuen Besitz standesgemäß zu erweitern. So ließ er den namhaften Architekten Friedrich August Stüler ein neues Herrenhaus / Schloss bauen und beauftragte Peter Josef Lenné miteinem Entwurf für den Park. Das neue, im klassizistischen Stil ausgeführte Gebäude wurde aus der barocken Achse herausgerückt und dadurch, auf einer natürlichen Geländeerhebung liegend, zum Endpunkt zahlreicher Sichtachsen im Park. Von seinem Turm konnte man weit in die Landschaft blicken. Der Park war nun durch eine Treppenanlage zugänglich.

 

Vermutlich auf der Grundlage einer vom Auftraggeber gelieferten Vermessung entstand wohl zwischen 1836 und 1840 P. J. Lennés Entwurf für den Blumberger Park, der von seinem Mitarbeiter Gerhard Koeber als Federzeichnung in grau und rot auf so genanntem Kalkpapier gefertigt und dann aquarelliert wurde. Der Plan ist von Koeber signiert, jedoch ohne Datum. In einem Brief an seinen Bruder Adolph Heinrich vom 17.5.1836 erwähnt Friedrich Ludwig von Armin, dass „... bereits Lenne´ und Consorten das Terrain recoqunoscirt haben ..“

 

Park_Zeichnung.jpgDer Entwurf zeigt eine relativ sparsam bepflanzte großzügige Anlage, die über weitläufige Wiesen verfügt und durch mehrere offene Randbereiche einen weiten Ausblick in die umgebende Landschaft gestattet. Die durch den hohen Grundwasserstand zwangsläufig oft feuchten Wiesen sollten durch zwei Seen, „... reich an malerischen Buchten...“ trocken gelegt werden. Das Wegesystem ermöglicht einen großen Rundgang im Randbereich der Anlage, einen weiteren um den großen See. Es verzweigt sich dann mehrfach und bietet an Wegekreuzungen und Brücken verschiedenste Sichten. Blickachsen lassen sich von mehreren markanten Punkten zum Gutshaus, zur Blumberger Kirche u. a. m. verfolgen. Man hielt sich wahrscheinlich größtenteils an die damals vorhandene Situation. Die alten Hauptalleen blieben erhalten, Nutzgärten wurden östlich der auf die Freienwalder Chaussee zuführenden Allee sowie in Gutshausnähe eingeordnet. Ein Stich von Duncker (entstanden um 1864) zeigt das Blumberger Schloss in seinem ursprünglichen Zustand Stülerscher Planung.

 

Hier sind weitere Details zum Lenné-Park Blumberg zu finden.

 

Faltblatt Park Blumberg Download Faltblatt Lenné-Park Blumberg [PDF, 1.3 MB]

 

 

 

Der Gutspark Hirschfelde

 

Der Gutspark Hirschfelde liegt im Landkreis Barnim, im Werneuchener Ortsteil Hirschfelde, etwa 20 Kilometer vom nordöstlichen Berliner Stadtrand entfernt unweit des Gamengrundes.
Die Geschichte des Gutsparks Hirschfelde beginnt in der Mitte des 18. Jahrhunderts, Mitte des 19. Jahrhunderts war das Anwesen ein ertragreiches Landgut mit stattlichem Hof, großen Scheunen und Stallungen und einer Brennerei.
Seine kulturelle Blütezeit erlangte das Gut Hirschfelde und der Gutspark Anfang des 20. Jahrhunderts unter Eduard Arnhold. Er ließ den Park vergrößern und zu einem Skulpturenpark umgestalten, der Park gilt als das erste allgemein bekannte Beispiel dieser Art. Von den Skulpturen, die einst den Park schmückten, ist das Hirschstandbild noch in Hirschfelde selbst vorhanden und ziert jetzt das Dorfzentrum.

 

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Der öffentlich zugängliche Park gehört aufgrund seiner geografischen Lage zur Pomeraniaregion und steht unter Denkmalschutz. Das Naturtheater wird bereits seit einigen Jahren wieder genutzt für Theateraufführungen von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen eines INTERREG4a Projektes wurden Wege erneuert und Informationstafeln aufgestellt.

 

Hier sind weitere Details zum Park Hirschfelde zu finden.

 

 

Faltblatt Park Hirschfelde Download Faltblatt Park Hirschfelde [PDF, 1.6 MB]

 

 

 

Det Gutspark Tiefensee

 

Noch immer einen Besuch wert, jedoch ebenfalls stark sanierungsbedürftig ist der Gutspark Tiefensee. Bereits im Jahr 2000 wurde hierzu ein Konzept erarbeitet, in dem die Beauftragten schrieben:Quelle:  

 

"Im zukünftigen Ortszentrum Tiefensee wird der ehemalige Gutspark eine wichtige Rolle spielen: Er stellt die Verbindung zwischen Dorf und freier Landschaft dar und bildet einen Trittstein entlang des überörtlichen Dörferwanderweges.

 

Tiefensee gehörte als Vorwerk seit dem 15. Jahrhundert zum benachbarten Rittergut Leuenberg und wurde erst 1850 eigenständiger Besitz, der in der Gründerzeit mehrfach Tauschobjekt für Berliner Grundstücke war. Letzter privater Eigentümer war Dr. Paul de Gruyter, dessen Familie den 263 ha großen Gutsbetrieb bis 1945 besaß und der wohl auch Villa und Park anlegen ließ.

 

Der heutige Park mit seinen mangelhaften Wege- und Sichtbeziehungen, überalterten Pflanzungen und einem maroden Parkteich (als ”Der Gränz-See” in einer Karte von 1819/20 bezeichnet) wird der ihm zugedachten Rolle nicht gerecht. Gleichzeitig bietet er jedoch durch seine eiszeitlich geprägte Topographie und den Altbaumbestand große Potentiale.

 

Raumfolgen, Blickbeziehungen, Mikroreliefs und Naturdenkmale werden durch einen Rundweg wiederentdeckt. Mit behutsamen, in der Formsprache des Landarts gesetzten Akzenten, soll die Landschaft aus einem neuen Blickwinkel erlebbar gemacht werden.

 

Da das historische Material unzureichend ist, verbietet sich eine Rekonstruktion schon aus diesem Grunde. Das vorgeschlagene Konzept basiert stärker auf den natürlichen Gegebenheiten als auf den Überresten gebauter Strukturen, indem die Topographie des Ortes inszeniert wird: Raumfolgen, Blickbeziehungen, Mikroreliefs und Naturdenkmale werden durch einen Rundweg wiederentdeckt. Mit behutsamen, in der Formsprache des Landarts gesetzten Akzenten, soll die Landschaft aus einem neuen Blickwinkel erlebbar gemacht werden."

 

Veranstaltungen
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