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Herzlich willkommen im Regionalpark

Barnimer Feldmark

 

Aktuelle Aktivitäten

Berichte von unseren Aktivitäten im Jahr 2022

 

 

 

Grenzübergreifende Solidarität

 

Regionalparkverein sammelt Spenden für polnische Partnergemeinden

 

Am 16. März erreichte den Regionalpark Barnimer Feldmark e.V. ein erster Hilferuf seiner Partnergemeinde Ustronie Morskie, am 22. März bereits ein zweiter aus der Partnerstadt Kołobrzeg, zu Deutsch Kolberg. Beide Partnergemeinden stehen aktuell vor enormen Herausforderungen bei der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine und benötigen dringend Lebensmittel, Kleidung sowie Hygieneartikel. Innerhalb kürzester Zeit wurde durch den Regionalparkverein eine Spendensammelaktion auf die Beine gestellt, die durch eine Vielzahl an Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und öffentlichen Institutionen unterstützt wurde.

 

Die Partnerschaft zwischen dem Regionalparkverein, der Stadt Werneuchen, ihren Ortsteilen Willmersdorf und Hirschfelde und den polnischen Ostsee-Gemeinden wurde auch in Krisenzeiten durch gemeinsam durchgeführte Projekte zur Bewältigung der Corona-Pandemie gepflegt. Nun stehen zudem auch neue Aufgaben an. Torsten Jeran, Vorsitzender des Regionalparkvereins, bedankt sich im Namen des Vereins: „Was wir in den vergangenen Tagen an Solidarität erlebt haben ist überwältigend! Die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen, die praktische Unterstützung bei der Überführung der Sachspenden nach Polen und nicht zuletzt die Einrichtung eines Spendenkontos durch die Stadtverwaltung Werneuchen zeigen die große Hilfsbereitschaft der Menschen in der Barnimer Feldmark.“

 

„Kleiderspenden wurden von der Ukraine-Hilfe Lobetal zur Verfügung gestellt, große Mengen an Nahrungsmittel- und Kleiderspenden wurden in Willmersdorf, Hirschfelde und von der Freiwilligen Feuerwehr Blumberg gesammelt. Die Stadt Werneuchen überließ uns große Mengen an Hygieneartikeln, über die gesammelten Geldspenden konnten Nahrungsmittel im Großhandel gekauft werden und für den Transport nach Polen haben sich freiwillige Fahrer aus Blumberg gefunden. Letztere fuhren die von einer Autovermietung kostenlos zur Verfügung gestellten Transporter am vergangenen Wochenende zu unseren polnischen Partnern“, zählt Siglinde Stöllger, Büroleiterin des Regionalparkvereins, die Ereignisse in der letzten Woche auf. „Sogar große Mengen Tiernahrung wurden von einem örtlichen Sicherheitsdienst gespendet.  Wir sind begeistert davon, dass das Zusammenspiel aller Beteiligten so gut funktioniert und wir gemeinsam helfen können“, berichtet Siglinde Stöllger glücklich. Die Annahme von Sachspenden im Regionalparkbüro sei erfolgreich abgeschlossen. Es werden aber noch Geldspenden über das eingerichtete Spendenkonto entgegengenommen.

 

Die Geldspenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

Sparkasse Barnim

IBAN: DE43 1705 2000 3200 3070 12

SWIFT BIC: WELADED1GZE

Verwendungszweck: Ukraine + Name, Anschrift des Spenders. 

 

Es wird zudem darum gebeten, die Spende per Mail über die Adresse anzukündigen, um die Unterstützung entsprechend einplanen zu können.

 

Entladen von Spenden in Ustronie Morskie

 

Entladen von Spenden in Kolberg

 

Entladen von Spenden in Ustronie Morskie (2)

Regionalparkbüro Blumberg - Spendenannahme durch Lothar Ast und Siglinde Stöllger

 

Nahrungsmittelspenden aus dem Großhandel

 

Unsere Fahrer Andreas Rechlin und Benjamin Zinsler-Ebel

 

Sachspenden aus Hirschfelde, geliefert vom Ehepaar Ast

 

Sachspenden aus Willmersdorf, gesammelt von Kristin Niesel

 

Spendenannahme am Regionalparkbüro durch Manfred Geske

 

 

Abholung der Sachspenden von SelgrosFotos: Siglinde Stöllger (Nahrungsmittelspenden  / Unsere Fahrer / Gelbe Halle) / Andreas Rechlin (Polen) / David Sumser (restliche)

 

 

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Krummensee oder Krummenpfuhl?

 
Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Haussees bei Krummensee bewilligt

 

Siglinde Stöllger, Mitarbeiterin des Regionalpark Barnimer Feldmark e.V., hält mit großer Freude einen Zuwendungsbescheid der Investitionsbank des Landes Brandenburg in der Hand. Im November vergangenen Jahres hatte der Regionalparkverein auf Initiative von Elfi Gille, Ortsvorsteherin des Werneuchner Ortsteils Krummensee, einen Antrag auf Mittel aus der Richtlinie für Gewässerentwicklung und den Landschaftswasserhaushalt des Brandenburgischen Umweltministeriums gestellt. Die bewilligten 66.000 € werden in den kommenden Monaten genutzt, um den Zustand des Haussees in Krummensee sowie seiner Ufer, umliegender Flächen und seiner Zu- und Abflüsse umfangreich zu untersuchen. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden umsetzungsreife Maßnahmenvorschläge zur Sanierung, ökologischen Aufwertung und zum Erhalt des für den Ort namensgebenden Stillgewässers erarbeitet.

 

In den vergangenen Jahren ist es bereits mehrfach zu einem sogenannten „Umkippen“ des Gewässers gekommen. Ein zu hoher Nährstoffgehalt, hohe Wassertemperaturen und biologische Abbauprozesse führen dabei zu einem für Fische und andere Wasserorganismen tödlichen Sauerstoffmangel. Anwohnende berichteten immer wieder über Fische, die an der Wasseroberfläche nach Luft schnappten. Selbst die in der Zwischenzeit installierte Sauerstoffpumpe kann hier nur bedingt Abhilfe schaffen, da deren Kapazität laut dem Begründungstext des jetzt bewilligten Antrages, „bei Weitem nicht ausreichend“ ist.  „Auf Grund der ungünstigen Bedingungen hat sich der Fischbestand hinsichtlich seiner Artenzusammensetzung verändert. Fischarten, die sauerstoffarme Verhältnisse besser tolerieren können, dominieren inzwischen den Bestand“, heißt es in der Begründung weiter.

 

„Der Haussee ist als eines der wenigen größeren Gewässer in der Barnimer Feldmark ein beliebtes Ziel für Freizeitaktivitäten wie Baden und Angeln. Mit den nun anstehenden Untersuchungen kommen wir dem Erhalt dieser Perle der Barnimer Feldmark einen großen Schritt näher und erarbeiten damit auch Grundlagen zur Steigerung des Erlebnis- und Erholungswertes in unserer Region“, so Siglinde Stöllger. „Gewässerentwicklungsprojekte sind langwierige Prozesse. Es freut uns daher sehr, dass die Krummenseer Idee zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie nun umgesetzt wird. Die Idee aus dem Ortsteil wurde über einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Antragsstellung in Zusammenarbeit mit dem Regionalparkverein in geordnete Bahnen geleitet. Der Verein wird die Erarbeitung der Studie nun zeitnah in Auftrag geben. Erwähnenswert ist dabei auch, dass die bewilligten Mittel des Landes 100 Prozent der Projektkosten decken,“ ergänzt Torsten Jeran, Vorsitzender des Regionalparkvereins.

 

Siglinde Stöllger mit Zuwendungsbescheid

 

Haussee in Krummensee

 

Krummensee Badestelle

 

Krummensee Kirche

Fotos: David Sumser (Büro) / Siglinde Stöllger (Haussee) / Ulrike Peltz (Badestelle) / Lutz Weigelt (Kirche)

 

 

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Subbotnik am Blumberger Sportplatz

 
Tatkräftige Unterstützung für die Initiative „Ahrensfelde summt!“

 

Am Sonnabend, den 12. Februar trafen sich etwa 30 Menschen um die Initiative „Ahrensfelde summt!“ bei ihrem Naturschutzvorhaben am Blumberger Sportplatz zu unterstützen. Bei strahlendem Sonnenschein verwandelten Jung und Alt große Mengen Gehölzschnitt in ein neues Biotop für Insekten, Nagetiere, Reptilien und Vögel in Form einer Totholzhecke. Das benötigte Holz stammt vom Rückschnitt eines ebenfalls auf dem Gelände wachsenden Weiden-Biotops. Die etwa 30 Meter lange und zwei Meter breite Totholzhecke sowie die entstehenden Kopfweiden werden künftig durch den Regionalpark Barnimer Feldmark e.V., die Ballspielvereinigung Blumberg e.V. und die Gemeinde Ahrensfelde erhalten und gepflegt.

 

Nicht alle Unterstützenden hatten sich auf die nassen Bodenverhältnisse vor Ort eingestellt. „Im Ergebnis war das aber kein Problem“, so Lino Gentsch, Absolvierender eines Freiwilligenjahres beim Regionalparkverein. „Teilnehmende mit Gummistiefeln rückten das Material über die nasse Fläche und die Anwesenden ohne wasserdichtes Schuhwerk schichteten die Totholzhecke in einem trockenen Bereich auf. So führte das ca. zwei Stunden andauernde Zusammenspiel letztlich zu einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann!“, resümiert Lino Gentsch. Auch Torsten Jeran, Vorsitzender des Regionalparkvereins, zeigt sich über den Ablauf erfreut: „An Aktionen wie dieser zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen regionalen Akteuren funktionieren kann. Toll, dass so viele Privatpersonen, aber unter anderen auch Vertretende des Landschaftspflegeverband Barnim e.V., der Agentur Ehrenamt Ahrensfelde, des BSV Blumberg e.V. und der Gemeindeverwaltung vor Ort mit angepackt haben. Ich denke, auch der zwischenmenschliche Austausch, der bei solchen Mitmachaktionen stattfindet, ist für unser Zusammenleben in der Region viel wert!“

 

Nach getaner Arbeit lud der Sportverein die Helfenden zu einem Imbiss ein, aber nicht nur diese Stärkung stimmt Josefine Wahl aus der Gemeindeverwaltung Ahrensfelde optimistisch. „Mit der Initiative „Ahrensfelde summt!“ wollen wir Menschen bewegen, sich für ihre Umwelt zu interessieren und sie aktiv biodiversitätsfördernd zu gestalten. Gemeinschaftsaktionen wie diese hier am Sportplatz machen Spaß, man tut etwas Gutes und sie haben eine Strahlkraft, die auch Gemeindegrenzen überwinden kann. Womöglich heißt es ja bald, die „Barnimer Feldmark summt!““, so Josefine Wahl. Nachfragen hätten gezeigt, dass es auch in Werneuchen Bürger:innen gibt, die Interesse an einer weiteren, benachbarten „Summt-Gruppe“ unter dem Dach von „Deutschland summt!“ gibt.

 

Weitere Aktionen der Initiative seien bereits geplant. So soll beispielsweise am 21. und 22. Mai der Tag der offenen Gärten durchgeführt werden, bei dem die Einwohnenden der Ahrensfelder Ortsteile ihre Gärten der Öffentlichkeit präsentieren können. Interessierte können sich bei Josefine Wahl informieren und anmelden (Tel: 030 936 900 151 / ). Der gemeinschaftliche Totholzheckenbau in Blumberg ist erstmal abgeschlossen. Hier führt der Regionalparkverein lediglich die durch den Landkreis Barnim geförderten Weidenpflegemaßnahmen zu Ende, um die Fläche dann wieder der Besiedlung durch Flora und Fauna preiszugeben. Informationen zur Initiative „Ahrensfelde summt!“, künftigen Aktionen und Mitmachangeboten sind unter ahrensfelde.deutschland-summt.de und auf Facebook in der Gruppe„Ahrensfelde summt!“ zu finden.

 

Logo vor Totholzhecke

 

Familien in Aktion

 

Hecke und Holzstapel

 

Die Jüngsten mittendrin

 

Lagebesprechung

 

Schild vor Hecke

Fotos: David Sumser

 

 

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Freiwillig für die Feldmark

Regionalparkverein kürt Feldmärker des Jahres 2021

 

Als Absolvierender eines Freiwilligen Ökologischen Jahres hat Lenny Rechlin im vergangenen Jahr seine Spuren in der Barnimer Feldmark hinterlassen. Dafür zeichnet der Regionalpark Barnimer Feldmark e.V. den angehenden Forstwirt aus Blumberg jetzt mit seinem Ehrentitel „Feldmärker des Jahres“ aus. Bereits zum dritten Mal wird dieser Titel an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt und die Weiterentwicklung einer erlebbaren Kulturlandschaft zwischen den Siedlungsachsen Berlin-Strausberg und Berlin-Bernau einsetzen.

 

Im Rahmen seines Freiwilligenjahres unterstützte Lenny Rechlin den Regionalparkverein bei seinen vielseitigen Aufgaben. Torsten Jeran, Vorsitzender des Vereins, bedankt sich mit den Worten: „Die Mitarbeit von Lenny Rechlin beim Regionalparkverein hat bleibenden Eindruck hinterlassen. So füllen sich z.B. die von ihm gemeinsam mit der Initiative „Ahrensfelde summt!“ angelegten Benjeshecken langsam mit Leben und bereichern die Struktur- und Artenvielfalt in der Feldmark. Auch mit der Unterstützung unseres Wegewarts, bei der Instandhaltung der regionalen Wegweiser und Infotafeln, leistete Lenny Rechlin im vergangenen Jahr einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Erlebbarkeit unserer Region. Dafür möchten wir uns von Herzen und im Namen des Regionalparks bei ihm bedanken!“ Des Weiteren sei der Freiwillige eine große Hilfe bei der Durchführung verschiedener Veranstaltungen gewesen, z.B. bei dem 24. Regionalparklauf im Blumberger Lenné-Park oder dem 1. Entdeckertag auf dem Radring „Rund-um-Berlin“, so Torsten Jeran weiter.

 

„Es freut mich, dass meine Arbeit beim Regionalparkverein durch diese Auszeichnung eine besondere Wertschätzung erfährt. Der Dank ist aber ganz meinerseits. Wenn ich an das Freiwilligenjahr beim Regionalpark zurückdenke, denke ich an abwechslungsreiche, spannende und schöne Arbeitseinsätze in meiner Heimatregion“, erwidert Lenny Rechlin. Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Regionalparkverein könne er anderen Interessierten in jedem Fall empfehlen. „Langweilig wird es bestimmt nicht. Vor allem, wenn man die Kombination aus Büroarbeit und tatkräftiger Arbeit an der frischen Luft zu schätzen weiß“, so der Feldmärker weiter. Neben der mit dem Titel verbundenen Urkunde wird derzeit eine kleine Überraschung für den Feldmärker des Jahres vorbereitet. Diese soll beim 25. Regionalparklauf im September dieses Jahrs überreicht werden, heißt es aus der Geschäftsstelle des Vereins.

 

Lenny Rechlin (Feldmärker des Jahres 2021) und David Sumser (Mitarbeiter) vor Regionalparkbüro (von links)

 

Regionalparkmitarbeiter Michel Kocerka und FÖJler Lenny Rechlin beim Aufschichten von Gehoelzschnitt in Klarahöh

 

Ahrensfelde-summt!-Maskottchen vor Benjeshecke

 

Lenny Rechlin und Mitarbeitende der Gemeinde Ahrensfelde beim Bepflanzen von Blumenkübeln

Fotos: Sibylle Lösch (1) / David Sumser (2/4) / Katharina Wawra (3)

 

 

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Durch die Barnimer Feldmark verbunden

 

Regionalparkverein lädt zum Fachbeirat der Bürgermeister

 

Arno Jaeschke, Bürgermeister der Stadt Altlandsberg begrüßte am Vormittag des 21. Januars seine Amtskolleg:innen und deren Vertreter:innen aus der Region auf dem Schlossgut Altlandsberg. Anlass war der Fachbeirat der Bürgermeister, den der Regionalpark Barnimer Feldmark e.V. seit vielen Jahren jährlich organisiert, um den Austausch zur regionalen Entwicklung auf dieser Ebene zu unterstützen. Im Mittelpunkt der gut zweieinhalbstündigen Zusammenkunft stand die künftige Entwicklung der Regionalparkregion und die damit unmittelbar zusammenhängende Arbeit der Geschäftsstelle des Regionalparkvereins. Auch die Entwicklung des länderübergreifenden Radverkehrs in der Region nahm einen großen Teil der Diskussion ein.

 

Wie der Regionalparkverein die Kommunen bei der Entwicklung der Barnimer Feldmark unterstützen will, ist in dessen neuen Entwicklungskonzept festgehalten. Sibylle Lösch, Mitarbeiterin des Regionalparkvereins, nutzte die Gelegenheit um das Konzept den Anwesenden vorzustellen. „Es enthält eine Vielzahl an Projekten zur Steigerung der Erlebbarkeit und zur Aufwertung des Landschaftsbildes in der Barnimer Feldmark. Dazu greift das Konzept Themen des Masterplans Grün Berlin-Brandenburg auf und zeigt Strategien und konkrete Ideen zur Weiterentwicklung unserer Region. Bei der Umsetzung bauen wir als Regionalparkverein weiterhin auf die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit den Kommunen, Bezirken und unseren regionalen Parter:innen“, so Sibylle Lösch.

 

In einer Sache waren sich alle Anwesenden einig: Der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur muss weiter vorangetrieben werden. Wilfried Gehrke, Bürgermeister der Gemeinde Ahrensfelde, zeigte sich einigermaßen ernüchtert angesichts der langwierigen Planungsprozesse, enger Standards für den Radwegebau und den mangelnden Umsetzungskapazitäten in den zuständigen Verwaltungen. „Ein Negativ-Beispiel ist das Trauerspiel entlang der L31 zwischen Bernau und Blumberg“, so der Bürgermeister aus Ahrensfelde. Fortschritte sind für die touristische Erschließung der Region mit Fahrradwegweisern abzusehen. So berichteten Martin Schaefer, Lichtenberger Bezirksstadtrat, und seine Kollegin Katrin Röseler-Soult aus dem Bezirksamt, dass aktuell ein Konzept für die Erweiterung des bestehenden Knotenpunkt-Systems für Radfahrende für die nördlichen Berliner Bezirke erarbeitet wird.

 

Torsten Jeran, Vorsitzender des Regionalparkvereins, hebt hervor, dass es für den Radwegebau Fördermittel des Bundes und des Landes gibt, welche sich mit dem Kreisentwicklungsbudget des Landkreises Barnim kombinieren lassen. „Hierbei ist es wichtig, dass diese nicht nur für Radfahrende, sondern auch gleichzeitig für die Landwirtschaft und andere Nutzungen ertüchtigt werden. So haben am Ende alle etwas davon“, so Torsten Jeran. Silke Hupfer, Bauamtsleiterin der Stadt Werneuchen, kann dies bestätigen. „Die Fördermittel des Bundes und der Länder alleine bringen uns nicht weiter, wenn es sich um Bundes- und Landesstraßen handelt. Da sind wir nicht zuständig. Anders ist das an kommunalen Straßen und Wegen. Ein schönes Beispiel für einen neuen kommunalen multifunktionalen Radweg befindet sich zwischen Werneuchen und Hirschfelde. Diesem Beispiel folgend, soll demnächst auch ein Weg zwischen Krummensee und Blumberg ausgebaut werden“, so Silke Hupfer.

 

Wo der nächste Fachbeirat der Bürgermeister tagt, ist noch nicht bekannt. Vielleicht aber in Werneuchen. Zumindest ist der von Werneuchens Bürgermeister Frank Kulicke persönlich überreichte Gruß an die Stadt Altlandsberg ein Ansatzpunkt bei der Suche nach dem nächsten Veranstaltungsort. „Sicher sei jedoch,“ so Torsten Jeran, „dass das Thema Verkehrsentwicklung auch dann wieder auf der Tagesordnung stehen wird und wir uns bereits jetzt auf den erneuten Austausch freuen.“

 

Grüße aus Werneuchen

 

Vortrag Sibylle Lösch

 

Martin Schaefer und Katrin Röseler-Soult im Austausch zum Radverkehrskonzept

 

Bürgermeister Maximilian Wonke (Panketal), Wilfried Gehrke (Ahrensfelde) und Arno Jaeschke (Altlandsberg) im Gespräch

 

Multifunktionaler Weg in der Barnimer Feldmark

Fotos: David Sumser / Uwe Paulß (Multifunktionaler Weg)

 

 

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Ein Fünf-in-Eins Plan

Masterplan Grün für die Hauptstadtregion veröffentlicht

Wie umgehen mit den Folgen der Urbanisierung und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach Bauland für Wohnen, Gewerbe und Infrastruktur? Was kann in diesem Zusammenhang für die Erhaltung und Aufwertung der Landschaften getan werden? – Antworten auf diese und andere Fragen findet der jüngst vom Dachverband der Regionalparks in Brandenburg und Berlin e.V. veröffentlichte Masterplan Grün Berlin-Brandenburg. Auf 125 Seiten werden die sieben Regionalparks der Hauptstadtregion analysiert, porträtiert und im Ergebnis verschiedene Entwicklungsoptionen für sie aufgezeigt. Als Rahmen dienen hierbei die fünf „Themenländer“ WohlfühlLand für Mensch und Natur, Wasser-, Techno-, Klima- und Erzeugerland. Auch für den Regionalpark Barnimer Feldmark ist eine Vielzahl an Handlungsvorschlägen enthalten, welche sich an die verschiedenen Akteure im Bereich der Regionalentwicklung richten.

 

Torsten Jeran, Vorsitzender des Dachverbandes und des Regionalpark Barnimer Feldmark e.V., sieht in dem Dokument ein wichtiges Grundlagenpapier für die weitere Zusammenarbeit in den Regionalparks: „Die Anpassung an den Klimawandel, Wasser als wertvolle Ressource, die technische Überprägung unserer Landschaft, der ländliche Raum als Ort für die Produktion wichtiger Güter und als Erholungsraum – das sind die fünf Themen, die wir in Zukunft gemeinsam mit allen Akteuren in den Regionalparks bearbeiten wollen. Hier besteht besonderer Handlungsbedarf!“. Die im Masterplan Grün identifizierten Schlüsselprojekte können nun in den Regionalparks eigenverantwortlich umgesetzt und durch weitere Projekte ergänzt werden. „Mit dem Plan liegt nun ein Handlungsrahmen vor, der als Vorschlag für die Regionalparks zu verstehen ist. Wichtiger Bestandteil der Regionalpark-Idee ist ja, dass die Entwicklung der Regionen von den regionalen Akteuren selbst bestimmt und getragen wird und nicht von oben diktiert wird“, so Torsten Jeran weiter.

 

Sibylle Lösch, Projektverantwortliche beim Dachverband, ergänzt: „Die Regionalparks sind lebendige Teilräume mit wertvollen Landschaften und Lebens- und Produktionsraum mit eigenen regionalen Identitäten. Die Bedeutung dieser Frei- und Grünräume zwischen den Siedlungsachsen liegt vor allem in der Naherholung und in klimatischen Funktionen. Sie als potenzielles „Bauerwartungsland“ für urbane Bedarfe zu sehen, wird diesen Räumen nicht gerecht. Mit dem Masterplan Grün Berlin-Brandenburg werden Wege aufgezeigt, wie die Landschaften in den Regionalparks weiterhin aufgewertet und zum Strahlen gebracht werden. Der länderübergreifende Plan richtet sich sowohl an die Kommunen und Akteure vor Ort als auch an die Länder selbst, denn hier geht es um die stadtnahen Landschaften in der direkten Verbindung von Berlin und Brandenburg.“ Unabdinglich sei dabei eine ausreichende personelle Ausstattung der Regionalparkorganisationen. Hier gäbe es in vielen Regionen noch Nachholbedarf. Auch für den Regionalpark Barnimer Feldmark sind Strategien und Schlüsselprojekte enthalten, an deren Umsetzung sich der Regionalpark Barnimer Feldmark e.V. beteiligen wird.

 

Die Erarbeitung des Planwerks, mit dem vollen Namen „Masterplan Grün - eine länderübergreifende und interkommunale Freiraumstrategie zur Entwicklung der Regionalparkregionen in Brandenburg und Berlin“ betitelt, erfolgte unter der Leitung von Dr. Carlo W. Becker vom Büro bgmr Landschaftsarchitekten GmbH aus Berlin. Finanziert wurde der Masterplan durch die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg und das Kommunale Nachbarschaftsforum Berlin-Brandenburg e.V. Das Dokument steht unter www.regionalparks-brandenburg-berlin.de zum Download zur Verfügung.

 

Sieben Perlen - Die Regionalparks in Berlin und Brandenburg

 

Stadtkante Marzahn

 

Handlungsfelder Barnimer Feldmark

 

Radfahrer Helgolandstraße

Abbildungen: bgmr (1/3) / Sibylle Lösch (2) / Lutz Weigelt (4)

 

 

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