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Barnimer Feldmark

 

Schwanebeck

Dorfanger um 1930

Schwanebeck wurde erstmals im Jahre 1257 schriftlich in einer Urkunde erwähnt. Vermutlich kamen die ersten deutschen Siedler bereits 30 bis 40 Jahre früher an den Ort und gründeten das Straßenangerdorf (heute an der Landstraße 200).

 

Über mehrere Jahrhunderte bestand Schwanebeck nur als Straßendorf mit wenigen Einwohnern. So wurde im Landbuch Kaiser Karls IV. aus dem Jahre 1375 eine Größe von 62 Hufen und 16 Bauern und gleich viel Kossäten (landlose Bauern).

 

Erst nach der deutschen Reichsgründung 1871 und der damit zusammen hängenden Entwicklung der angrenzenden Hauptstadt Berlin sowie der Erschließung durch die Eisenbahnlinie Berlin-Stettin und den Bau von Vororttrassen für den Nahverkehr kam es zu einer rasanten Besiedlung und damit verbunden zu einem starken Anstieg der Bevölkerung.

 

Charakteristisch für die Besiedlung ist, dass diese Besiedlung entlang der Nahverkehrsadern halbkreisförmig, an der jetzigen Grenze zu Berlin (Eingemeindung Buch 01.10.1920) erfolgte.

Hier parzellierten die Bauern des Dorfes ihr Acker- und Weideland und verkauften es an die Siedler, wodurch sie zu weiterem Wohlstand gelangten.

 

So wurde beginnend 1904 das Wohngebiet („Kolonie“) Alpenberge gegründet. Der Name begründet sich aus dem leicht hügligen Land und v.a. aus dem Höhenunterschied zu den S-Bahnhöfen Buch und Röntgental, welche auf Höhe der „Panke“ (slawisch: wildes Flüsschen, alternativ Fluss mit Strudeln) liegt, mithin dem örtlichen Tiefpunkt. Die ersten Siedler empfanden offensichtlich den Aufstieg so anstrengend wie eine Alpenwanderung. daher vermutlich die Bezeichnung des Wohngebietes und fast aller darin befindlichen Straßen mit Namen aus der Alpenregion. Da die Anstrengung der Siedler naturgemäß historisch nicht belegt ist, lässt sich auch eine weitere Namensdeutung vermuten. Ein Herr Bartzsch wurde vom Grundeigentümer Joers beauftragt das Gebiet zu parzellieren. Daneben betrieb er auch die Gaststätte „zur Alm“. Da er auch in Zepernick das Schweizer Viertel parzellierte und dort die Gaststätte „Edelweiß“ betrieb kann man ihm eine gewisse Begeisterung für die Bergwelt unterstellen, so dass es auch möglich ist, dass er der Namenspatron von Alpenberge war.

 

Es schloss sich die Besiedlung der Wohngebiete Gehrenberge, Bergwalde, Schwanebeck West und Neu Schwanebeck an, sowie Neu Buch, welches jedoch bis Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zu Lindenberg gehörte. Erst als in den 1970er Jahren die Autobahn A10, nördlicher Ring gebaut wurde, erfolgte die Übergabe an Schwanebeck.

 

Das Wohngebiet Gehrenberge leitet sich aus dem „Gehrenberg“ ab, der mit 93 m über NN die höchste Erhebung des Landrückens Barnim darstellt. Er befindet sich nördlich des Dorfes, pikanterweise jedoch im Wohngebiet Bergwalde in der Nähe der Zepernicker Str.

 

Im „Zentrum“ der halbkreisförmigen Besiedlung befindet sich die 135 m über NN ragende Deponie. Seit den 1930er Jahren wurde hier Kies gefördert und das Restloch wurde ab 1960 (im Bereich der Zillertaler Str. erfolgte die Verfüllung wesentlich später) sodann mit Abfall und Bauschutt (maßgeblich aus Berlin, einschließlich Berlin-West) bis 2005 gefüllt und zu einem künstlichen Berg angehäuft. Der Deponiekörper wird durch die BSR abgedeckt um Umweltschäden zu vermeiden. Das Fäulnisgas wird abgepumpt und in Elektroenergie sowie Warmwasser für das Heizkraftwerk Buch umgewandelt.

 

Nach der deutschen Wiedervereinigung gab es einen erneuten Bauboom. Verfügte Schwanebeck im Jahre 1990 über ca. 2500 Einwohner, so stieg deren Zahl bis auf ca. 6500 Einwohner.

 

Charakteristisch ist die Besiedlung mit Ein- bzw. Zweifamilienhäusern. Ein Großteil der berufstätigen Bevölkerung arbeitet in Berlin.

 

Bis zum Jahre 2003 war Schwanebeck eine selbstständige Gemeinde, ab dem Jahre 1993 wurde sie durch das „Amt Panketal“ (Verwaltungszusammenschluss von 7 selbstständigen Gemeinden) verwaltet. Im Jahre 2003 fusionierte Schwanebeck mit der Nachbargemeinde Zepernick zur Gemeinde Panketal (ca. 21000 Einwohner) im Rahmen der Gemeindegebietsreform.

 

Quelle: L. Grieben (Ortsbeirat Schwanebeck, Gemeinde Panketal) nach der Chronik  "750 Jahre Schwanebeck"

 

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