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Barnimer Feldmark

 

Seefeld und Löhme

SeefeldBeide Orte wurden erstmals 1375 urkundlich im Brandenburgischen Landbuch  Kaiser Karl IV. als „Lornen“ bzw. „Sefelt“ erwähnt. Wobei der wendische „Lome“, wie der heutige Haussee im Mittelalter genannt wurde, an seiner  nördlichen Seite früher besiedelt wurde.

 

Die Glocke der Löhmer Kirche wurde vermutlich um 1300 gegossen, was zur Annahme führt, dass Löhme schon vor 1375 Pfarrdorf gewesen war.

 

Im Karolinischen Landbuch wurden beide als Angerdorf angelegten Ortschaften mit einer Feldmark von jeweils 60 Hufen (ca. 460 ha), einschließlich der üblichen 4 Hufen des Pfarrers, festgestellt.

 

Löhme hatte 6 Kossäten, „lag wüst da“ und gehörte den Gebrüdern Wulff, die es im 15. Jh. an einen Claus Schlegel verkauften. 1577 tauschte der Kurfürst Johann Georg seinen Teil gegen den des Franz von Arnim gehörenden Teil in Biesenthal. 1661 hinterließ Bernd von Arnim-Boitzenburg neben Schulden u.a. ein völlig verwahrlostes Dorf.

 

Nach Zwangsverwaltung und Besitzerwechsel kaufte es 1735 der spätere Preußenkönig Friedrich II. zusammen mit Weesow und Willmersdorf für 52.000 Taler und machte es zum Domänengut Löhme. Das Domänenamt galt bis zum Ende des II. Weltkrieges.

 

1772 erfolgte erstmals der Kartoffelanbau auf den umliegenden Feldern.

 

Ein Ergebnis der Befreiungskriege war 1814 die Aufhebung der bäuerlichen Erbuntertänigkeit. Im Gegenzug zahlten die Bauern dafür jährlich Steuern.

 

Die wirtschaftliche Lage der Orte verbesserte sich weiter durch die Belebung der Handelsstraße von Berlin nach Werneuchen/Bad Freienwalde (heute B 158), durch die Eröffnung der Eisenbahnstation 1898 in Seefeld (Berlin-Wriezener-Bahn) und durch die deutsche industrielle Entwicklung.

 

Die damals wie auch heute wirkende Nähe zu Berlin brachte eine Zunahme von Arbeitsplätzen und Wohnstätten. Es veränderte sich damit die frühere, ausschließlich ländlich geprägte Bevölkerungsstruktur.

 

So existierte ein „Eiskeller“ (ca. 400 m³) in der Nähe des ehemaligen Gutsherrenzugangs zum Kirchhof. Das Eis wurde im Winter aus dem See gebrochen, mit dem Schlitten hochgezogen, eingekellert und im Sommer nach Berlin geliefert.

 

Im April 1945 gingen viele der Bevölkerung Löhmes auf den „Treck“, der in der Ostprignitz auf die Rote Armee stieß und den Weg wieder zurück aufnahm.

 

Die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen war besonders nach dem II. Weltkrieg schwierig. In Löhme entstanden 38 Neubauernstellen. Einzelbauernwirtschaften und die 1950 gegründete landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) „Jupp Angenforth“ wurden durch die Maschinenausleihstation (MAS) Werneuchen bei der Feldbestellung und Ernte unterstützt.

 

1957 wurde die Sportgemeinschaft „Traktor Lähme“ gegründet, die sich auch durch öffentliche Vorführungen im Geräteturnen beliebt machte.

 

1958 wurde Löhme erstes vollgenossenschaftliches sozialistisches Dorf. Eine zentrale Wasserleitung wurde 1959 installiert und 1963 konnte die Dorfstraße asphaltiert werden.

 

In den Folgejahren entstanden durch Zusammenschlüsse in Seefeld-Löhme landwirtschaftliche Großbetriebe sowie in den 70er Jahren die LPG Pflanzenproduktion Seefeld.

 

1999 entsteht das gemeinsame Dorf Seefeld-Löhme mit dem Löhmer Haussee  als Mittelpunkt und 2003 erfolgt die Eingliederung in die Stadt Werneuchen.

Seit dem 25.04.2014 fungieren die Ortsteile Seefeld und Löhme wieder separat.

 

Eine Bürgerinitiative erreichte den Bau einer Umgehungsstraße für die Fahrzeuge zum Tanklager. In beiden Ortsteilen entstanden neue Feuerwehrgebäude.

 

Der Rundweg um den Haussee sowie Fahrradwege zwischen den Orten, nach Ahrensfelde, Werneuchen und Krummensee wurden errichtet, so dass sich die Lebensqualität für alle verbesserte.

 

Das kulturelle Leben in den beiden Ortsteilen wird durch die Aktivitäten der Stadt Werneuchen, durch die 70jährigen örtlichen Feuerwehren, die Sportvereine, Angler- und Reitvereine, den Schützenverein, den Förderverein für die Löhmer Kirche und durch die Ortsgruppe der Volkssolidarität geprägt.

 

Quelle: 3-teiliges Informationstafelsystem / Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.

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