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Barnimer Feldmark

 

Lindenberg

LindenbergLindenberg wurde erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt, in welcher der Markgraf Ludwig „verschiedene Hebungen den Rathmannen zu Berlin am 15. Juli 1327 überwies. Jüngste Untersuchungen an Balken der Dorfkirche bestätigten, dass der Feldsteinbau schon um 1270 errichtet wurde.

 

Bereits 1375 wird das Zisterzienser-Nonnenkloster Zehdenick als Besitzer großer Teile des Dorfes im Landbuch Karl IV. genannt. Als Angerdoifangelegt, ist der historische Ortskern heute noch gut zu erkennen.

 

1450 umfasste es damals 84 Hufen (ca. 644 ha), wovon 79 Hufen verpachtet, 4 Hufen der Pfarrer und die Kirche ein Hufe besaß.

 

Noch 1541 übte das Kloster das Kirchenpatronat aus. Wenig später kam Lindenberg an das Amt Zehdenick, dann zu Biesenthal und 1748 zum kurfürstlichen Amt Mühlenhofin Berlin.

 

Berühmtheit erlangte Ende des 16. Jh. der Jahrzehnte anhaltende Hammelstreit der Lindenberger Bauern mit dem Gutsherrn von Röbel aus Buch. Dieser konnte seine behauptete Schäfergerechtigkeit urkundlich nicht belegen.

 

1624 lebten hier 20 Bauern (Hüfner), 8 Gehilfen (Kossäten), 1 Schmied und 1 Hirte mit Knecht. 1652, kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, waren es nur noch 13 Bauern und 6 Kossäten.

 

Auf Befehl des Kurfürsten wird 1697 die erste Windmühle auf Höhe der heutigen Kreuzung „Wartenberger-/Thälmannstrage“ errichtet. 1750 nennt man die eichene Windmühle in Clarahöh „Mostrichmühle“.

 

1801 lebten hier 19 Bauern, 8 Kossäten und 12 Familien - 258 Einwohner. 1848 kommt es durch Brandstiftung zu einem Großbrand im Dorf. 1877 wurden 192 Pferde und 201 Stück Rindvieh nachgewiesen.

 

1878 gründet sich der Gesangsverein „Lyra“.

 

1908 erhält Lindenberg ein eigenes Elektrizitätswerk, welches bereits 1938 stillgelegt wird. 1912 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

 

1927 entstand die Siedlung Neu-Lindenberg sowie Klarahöh 1931. Hier steht wahrscheinlich das erste Siedlungshaus, welches in seiner Grundform noch heute zu sehen ist, in der Thälmannstraße 8.

 

Im Januar 1944 wurden durch Bombenabwurf' Wohnhaus, 6 Ställe und 8 Scheunen zerstört. 8 Tage lang waren die Feuerwehren ununterbrochen im Einsatz.

 

Im Oktober 1945 beginnt die Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone. Das Reformland wurde in 52 Neubauern-Wirtschaften aufgeteilt.

 

Am 4. Mai 1952 finden erstmals spannende Auto- und Motorrad-Rennen auf der nahe gelegenen Bernauer Schleife statt (70.000 Zuschauer). Das Letzte wird 1973 ausgetragen.

 

1954 entsteht die LPG „Frieden“ (Typ I), 1958 die „Freundschaft“ (Typ III) und 1960 die LPG „Einheit“.

 

1964 werden über 1.000 Obstbäume gepflanzt, von denen Birnbäume heute noch vor allem auf den Feldern Richtung Karow/Neu-Buch stehen.

 

Im Rahmen der „Volkswirtschaftlichen Masseninitiative“ (VM I) wird 1973 eine Leistung im Wert von ca. 50.000 Mark erbracht (Sportanlage, Kegelbahn).

 

Die in den 70er Jahren entstandene „ Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion“ (KAP) vereinigt sich 1985 mit der LPG „1. Mai“ aus Berlin-Wartenberg.

 

Seit 1990 sind alle Gemeindeteile durch Zwischenbebauung bzw. Ausweisung neuer Baugebiete stark gewachsen und es erfolgten umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur.

 

2003 - per Gesetz - Zusammenschluss mit anderen Gemeinden zur amtsfreien „Gemeinde Ahrensfelde“.

 

Quelle: 3-teiliges Informationstafelsystem / Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.

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