Hirschfelde

  • Die erste urkundliche Erwähnung des am Rande des Gamengrundes gelegenen Hirschfelde geht auf das Jahr 1268 zurück. Durch den Markgrafen Otto dem Langen und Albrecht III. wurde hierin die (Eigentums-) „Überweisung“ an das Zisterzienser Kloster Zinna vollzogen.

 

  • Im Landbuch Karl IV. von 1375 wird das typische Angerdorf als „Hersvelde“ benannt und mit einer Feldmark von 70 Hufen (ca. 540 ha), einschließlich 4 Pfarr- und 1 Kirchenhufe, 11 Hofstellen und sogar einem „Krug“ angegeben.

 

  • Um 1450 veräußerten die Mönche das Dorf an die „Edelleut von Krummenseh“. Als „Hersfelde“ erwarb es 1586 die „Familie von Roebel“, die es als Rittergut einrichtete und 1619 war es wieder im Besitz derer von Krummensee.

 

Hirschfelde DorfteichFoto: Lutz Weigelt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hirschfelde GutsparkFoto: Dr. Reinhard Schliebenow

 

  • Der aus einem weißen Marmorblock gemeißelte „Stier“, der heute am Kurparkeingang von Bad Freienwalde steht, war das meist bewunderte und kostbarste Einzelstück. Der stattliche Bronzehirsch, der einstmals vor dem Herrenhaus stand, ist heute am Weiher auf dem Dorfanger zu sehen.

 

  • Ebenfalls von Eduard Arnhold angelegt wurde das 1907 als „Johannaheim“ eröffnete Waisenhaus für Mädchen, das er nach seiner Ehefrau Johanna benannte. Es steht im ehemaligen seit 1928 zu Hirschfelde gehörenden Vorwerk Werftpfuhl. Eine als Schauspielerin bekannt gewordenen Schülerin war Brigitte Helm. In dem großzügig mit schlossähnlichem Charakter angelegten Komplex befindet sich seit 1997 die international wirkende Jugendbildungsstätte „Kurt Löwenstein“.

 

 

 

 

 

 

 

www.werneuchen-barnim.de

 

Quelle: 3-teiliges Informationstafelsystem / Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.