Eiche

EicheEiche wurde 1375 urkundlich erstmals im Register des Karolinischen Landbuches der Mark Brandenburg mit einer Größe von 44 Hufen (ca. 337 ha) als Brederecke und 1450 als Breydereyke erwähnt.

 

Der Name „Eiche“ selbst tauchte erst 1541 auf. Die Ansiedlung erfolgte als typisches Winkelangerdorf.

 

Nach markgräflichen und kurfürstlichen Eigentümern bzw. Lehnsherren herrschten im Laufe der Jahrhunderte verschiedene der in der Gegend reichsten Adelsfamilien, wie z.B. die „von Krummensee“ im 16. Jh. oder die des „Geheimen Rat“ und späteren Kanzler „von Löben“, in dessen weiblicher Erb- und Generationsfolge für über wo Jahre die „von Canitz“ und später

die „von Schulenburg“ folgten.

 

Während des Dreißigjährigen Krieges lagerten 1627 Wallensteins Truppen in der Gegend, 1759 plünderten nach der Niederlage in der Schlacht bei Kunnersdorf (Siebenjähriger Krieg) die Kosaken und 1806 marodierende Franzosen in diesem Gebiet.

 

1804 wird ein neues Schulhaus gebaut. Der damalige Schulleiter erhält vom König einen extra bewilligten Zuschuss von 125 Talern um für seine Seidenraupenzucht ein geeignetes Seidenraupen-Zimmer einzurichten.

 

Die letzten Eigentümer vor Einführung der Selbstverwaltung 1872 waren die Familie von Arnim - ein brandenburgisches Adelsgeschlecht mit über 400 jähriger Tradition.

 

1914 wird in Eiche der elektrische Strom gelegt. 1927 und 1930 kam es zu einer wesentlichen Ortserweiterung, als nach Verkauf von „Hoheneiche“, die Parzellierung erfolgte bzw. Eiche Süd A und B entstanden. 1934 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

 

1946 werden entsprechend dem Gesetz über die Bodenreform 116 ha an Landarbeiter, landlose Bauern, Kleinpächter oder Umsiedler aufgeteilt.

 

Noch 1950 schaltet der damalige Nachtwächter allabendlich die Straßenbeleuchtung ein und bläst das „Feuerhorn“.

 

Am 1. September 1952 wird durch 18 Neubauern die LPG „Edwin Hoernle“ gegründet, die sich zum 01.01.1954 das Statut „Typ III“ gab. 77 Mitglieder bewirtschaften 1957 ca. 436 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

 

196o entstand die LPG „Hoffnung“ Typ I. Sie schließt sich 1968 der LPG „Edwin Hoernle“ an. Mit ihr hatte sich bereits 3 Jahre zuvor die LPG „Neue Ordnung“ aus Berlin-Marzahn zusammen getan.

 

1973 wird die „Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion„ (KAP) Berlin Lichtenberg-Weißensee unter Einschluss der landwirtschaftlichen Nutzflächen von Eiche und Ahrensfelde gebildet.

 

In Eiche entsteht ab 1991 in Großzelten und im ehemaligen „Konsum“ das Einkaufszentrum „Kaufland“, 1994 wurde im Neubaukomplex der „KaufPark Eiche“ mit über 70 kleineren Geschäften eröffnet.

 

1998 Einweihung des neuen Gemeindehauses u. a. mit Kita „Regenbogen“, Bibliothek, Gemeindesaal sowie einem Einkaufsmarkt.

 

2003 - per Gesetz - Zusammenschluss mit benachbarten Gemeinden zur amtsfreien „Gemeinde Ahrensfelde“.

 

Ende 2004 wird das Abwassernetz für insgesamt 800 Grundstücke in Betrieb genommen und damit eine 100 %-ige Erschließung des Ortes erreicht.

 

Quelle: 3-teiliges Informationstafelsystem / Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.