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Barnimer Feldmark

 

Ahrensfelde

Ahrensfelde - Foto: Frank MüllerAhrensfelde wurde 1375 urkundlich erstmals im Brandenburgischen Landbuch
Kaiser Karl IV. als „Arnsfelt“ erwähnt. Die Namensgebung erfolgte vermutlich
nach dem Berliner Bauherrn Ahrens.
Dieser bekam den Auftrag zur Erbauung des Straßendorfes.

 

Das Dorf selbst gehörte den Brüdern Henning und Hans von Oderberg mit der
dazugehörigen Feldmark von 72 Hufen (ca. 552 ha).

 

Später, im 15. Jh., waren die Nachkommen des Berliner Bürgermeisters Strobandt Eigentümer und im 17. Jh. u.a. der Kanzler Johann von Löben.

 

Erstmals wird 1590 eine eigene „Dorfschule“ erwähnt. Die Namen der Lehrer (Schulmeister) lassen sich von heute bis 1688 lückenlos zurückverfolgen. Das alte Schulgebäude stand an der heutigen Ecke Dorf-/Feldstraße (östlich).

 

Der Dreißigjährige Krieg brachte viel Leid und Elend. Ahrensfelde verlor, aber auch durch Hungertyphus oder Pest, insgesamt Zweidrittel seiner Bevölkerung. Es lebten hier noch 4 Bauern (Hüfner) und 2 Gehilfen (Kossäten) - zuvor waren es 13 Hüfner, 6 Kossäten, 1 Schmied und 1 Hirte mit Knecht.

 

Schwere Verwüstungen erlebte Ahrensfelde ebenso im Siebenjährigen Krieg- besonders sind Plünderungen durch Kosaken nach der Niederlage Preußens in der Schlacht bei Kunnersdorf1759 bekannt.

 

Aus dem 18. Jh. ist eine Begebenheit überliefert, wonach ein Ahrensfelder Beschwerde führte, da ein „Polizei-Reiter“ mehrmals seinen gekauften Branntwein beschlagnahmte.

 

1882 wurden über 600 Morgen (15o ha) an die Stadt Berlin für das Anlegen von Rieselfeldern verkauft.

 

Die infrastrukturelle Aufwertung begann Ende des 19. Jahrhundert mit der Inbetriebnahme der Bahnlinie von Berlin in Richtung Tiefensee/Wriezen und der Verlegung der Gasversorgungsleitung.

 

1906 kauft die Berliner Stadtsynode für 1,33 Mill. Goldmark 285 ha größtenteils Ackerland auf dem Quellgebiet der Wuhle, um hier einen Zentralfriedhof zu errichten. Zwei Jahre später findet die Einweihung mit einer zentral gelegenen Kapelle statt. Es wurde ein Bahnhof für den Personenverkehr bzw. ein Nebengleis für den Leichentransport eingerichtet.

 

1908 wird der Turnverein „Felsing“, der heutige SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde e. V., 1911 die Freiwillige Feuerwehr und 1928 der Siedlerverein „Verband der Gartenfreunde“ mit 7o Mitgliedern gegründet.

 

22. April 1945 erfolgte die Einnahme des Dorfes durch die Rote Armee. Im II. Weltkrieg starben über 70 Ahrensfelder.

 

Im Frühjahr 1946 wird ein Kindergarten mit über 5o Plätzen eröffnet. Die neu gegründete Bäuerliche Handelsgenossenschaft (BHG) erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 250.000 Mark.

 

1955 entsteht im Rahmen freiwilliger Arbeitseinsätze der Sportplatz.

 

01.01.1959 Gründung der LPG „Concordia“ (Typ III) mit ca. 100 ha.

 

Ab 1970 beginnt der schrittweise Aufbau einer zentralen Wasserversorgung und in den 8oger Jahren kann die S-Bahn-Linie und eine Linie der Berliner Straßenbahn bis zum S-Bahnhof Ahrensfelde in Betrieb genommen werden.

 

2003 erfolgte - per Gesetz - der Zusammenschluss mit den Gemeinden Mehrow, Eiche, Lindenberg und Blumberg zur amtsfreien „Gemeinde Ahrensfelde“.

 

 

Quelle: 3-teiliges Informationstafelsystem / Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.

 

 

 

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