Börnicke

BörnickeDas um 1300 erstmalig erwähnte und südöstlich von Bernau bei Berlin gelegene Angerdorf Börnicke zählt heute um die 480 Einwohner und ist mit seiner Gesamtfläche von ca. 1327 Hektar seit 2003 ein Ortsteil der Stadt.

 

Das historisch gewachsene Dorf liegt in einer Senke. Die das Dorf umgebenden „Börnicker Feldsölle“ bieten eine einmalige Konzentration von ca. 30 größeren und kleineren Feuchtgebieten auf engstem Raum. Sie sind Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Amphibien und Vogelarten.

 

Im Jahre 1679 erwarb der Obrist Wolmir von Wrangel das Gut. Er ließ in der Dorfkirche auf das Gestühl im Altarraum Apostelbilder malen, die heute noch die Kirche verzieren. Für die Kinder des Dorfes führte er den Schulunterricht ein.

 

1892 erwarb der Kommerzienrat, Generalkonsul und wirkliche geheime Rat Ernst Mendelssohn Bartholdy das Gut. Sein Sohn ließ das Schloss vor dem ersten Weltkrieg von dem Architekten Bruno Paul umbauen. Diesem gelang es ausgezeichnet, die Architektur des Schlosses mit Kunst und Natur zu verbinden.

 

Zum Dorf Börnicke gehören auch die Vorwerke Thaerfelde und Helenenau. Das Vorwerk Thaerfelde ließ der Landesökonomierat Albrecht Philipp Thaer von 1840 bis 1842 für seine Schafzucht erbauen.

Das Vorwerk Helenenau erhielt 1871 seinen Namen nach der Frau und der Tochter des damaligen Besitzers Otto Franz Theodor Hosemann. Es diente zur Aufzucht von Jungvieh und Pferden.

Heute befinden sich auf dem Gelände eine Reithalle, Stallungen für Pensionspferde, Unterkünfte für Reiter und Gäste und viele andere Freizeitmöglichkeiten. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz.

 

Zum historisch gewachsenen Dorf gehören heute das Schloss mit Park und Gutshof, die Kirche mit dem Kirchhof, der Dorfteich, die verschiedensten Baumalleen, einzelne Bauerngehöfte, Landarbeiterhäuser verschiedener Epochen, vorwiegend in Backstein errichtet, Lückenbebauung am Dorfteich sowie das Neubauerndorf mit den vielen Neubauten, die nach der Wende errichtet wurden. Sie alle bestimmen die Struktur des Dorfes.

 

Der Verein „KulturGut e. V. Börnicke“ und der Förderverein Schloss- und Gutshof Börnicke e. V. fördern die kulturelle Entwicklung im Dorf mit vielen Veranstaltungen. Das Dorf ist Mitglied im Regionalpark Barnimer Feldmark e. V.

Mit dem Verein wird die touristische Nutzung der Bernau - Börnicker Feldmark entwickelt. Ein gut markierter Wanderweg und ein neu ausgebauter Radweg führen vom Bahnhof Bernau nach Börnicke.

 

Quelle: 3-teiliges Informationstafelsystem / Regionalpark Barnimer Feldmark e.V.